Besserer Schutz für Versicherungsnehmer

28072014_115828544_1000.jpg


Die Umsetzung europäischer Vorgaben für Versicherer wurde vom Bundeskabinett gebilligt. Dadurch sollen Anlagerisiken schneller ersichtlich sein und die Konzerne krisenfester gemacht werden. Die Bundesregierung will dadurch die Leistungsansprüche von Millionen Versicherungskunden  zukünftig besser schützen. Der Gesetzentwurf von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wurde nun vom Kabinett gebilligt. Durch dieses Gesetz  werden zum 1. Januar 2016 Vorgaben der Europäischen Union für eine bessere Finanzaufsicht in deutsches Recht umgesetzt.

Kern der diskutierten Reform mit dem Namen „Solvency II“ ist, dass sich Versicherungen stärker am tatsächlichen Risiko ihrer Investments bei der Anlage von Kundengeldern orientieren müssen. Des Weiteren müssen sie mehr Informationen an die Behörden preisgeben und ihr Risikomanagement verbessern. Die Versicherer, aber auch die Finanzaufsicht Bafin, sollen so Risiken schneller erkönnen können. Versicherer bekommen außerdem mehr Spielraum bei der Geldanlage, um jedoch krisenfester zu werden auch langfristig mehr Eigenkapital zurücklegen.

Mit Beginn der Reform im Januar 2016 hat die Branche 16 Jahre Zeit, die bestehenden Kapitalanlagen auf das neue System umzustellen. Bei rund 1,4 Billionen Euro liegt die Summe der Anlagen deutscher Versicherungen und damit sind die Versicherer die mit Abstand größten institutionellen Investoren der Bundesrepublik. Aufgrund des historisch niedrigen Zinssatzes sind Banken und Versicherer aber schon seit geraumer Zeit in einem Anlagenotstand. Den Verbraucher wird das sicherlich nicht groß stören. Dieser sieht nur den Vorteil, dass seine Lebensversicherung somit in sicheren Händen ist und er seine Leistungen auch bekommen wird.
Sie befinden sich hier: Besserer Schutz für Versicherungsnehmer
Copyright © 2000 - 2017 1A-Infosysteme.de | Content by: 1A-Finanzmarkt.de | 22.07.2017 (C33247)  ( 0.649)