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  Kapitalaufbau richtig gemacht: Teil 2: Von Kosten Aufgefressen
Veröffentlichung: 03.02.2010 (JT)

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Teil 2: Von Kosten Aufgefressen
Rückkaufswerte von Lebensversicherungen und Riester-Renten

Seit Anfang 2008 gibt es eine neue Regelung in Bezug auf die Rückkaufwerte in Lebensversicherungen und deren Töchter, wie z. B. Riester-Renten und Rentenver-sicherungen. So soll ein Anleger wenigstens 40-50% der eingezahlten Beiträge wieder heraus bekommen, auch wenn er sein Versicherungsprodukt bereits nach wenigen Jahren kündigt. In einem Versicherungs-produkt sind schließlich auch die Abschlussgebühren für den Vermittler, also die Provision, enthalten, welche vom Kunden getragen werden und in den ersten drei bis fünf Jahren in den monatlichen Beiträgen eingerechnet sind. Doch damit nicht genug. Hinzu kommen Verwaltungsgebühren, Depotgebühren, Gebühren für eventuell enthaltene Aktienfonds, Ausgabeaufschläge, Risikozuschläge und sogar, mit Auszahlung der Rente, Gebühren für die monatliche Überweisung auf Ihr Konto.

    So kommt es auch, dass die meisten Kunden nach beispielsweise zehn Jahren Einzahlung Kapital benötigen. Sei es nun für die neue Einbauküche, Tilgung eines Kredites oder das neue Auto. Meist stellen die Sparer fest, dass von dem mühsam angesparten Geld weniger über ist als ursprünglich eingezahlt wurde. Abschluss- und Verwaltungsgebühren sei dank. Dabei sollte eine Geldanlage ja nun eigentlich Gewinn und nicht Verlust als Folge haben.
    Gleiches gilt übrigens auch für Riester- und Rüruprenten, sowie für die betriebliche Altersvorsorge und Pensionskassen. Zwar erhält der Sparer Förderungen als zusätzliche Motivation zur privaten Vorsorge, jedoch werden diese sowieso vom Steuerzahler getragen - uns also rechts in die Tasche hinein gesteckt und links wieder herausgenommen. Hinzu kommen dann noch Tatsachen wie die Minderung der staatlichen Rente unter der Scheinheiligkeit, diese mit staatlich geförderten Produkten wieder auszugleichen, oder die Einschränkung, dass der Anleger gar nicht auf das angesparte Kapital zugreifen kann, sondern sich im Alter höchstens einen kleinen Teil auszahlen lassen kann, der Rest aber in monatlichen Raten auf das Konto zugeteilt wird. Häufige Fälle zeigen auch, dass die monatlich ausgeschütteten Renten solcher Produkte meist so gering sind, dass diese oft nur für zweimal Essen gehen reichen.


    Auf  http://www.test.de (Stiftung Warentest) erhalten Sparer von Versicherungsprodukten auch weiterreichende Infos, wie z. B. ein Rechner für Kapitallebensversicherungen. Das Ergebnis ist erschreckend.
Eine 30-jährige Person, welche mit 65 in Rente gehen möchte und eine Kapitallebensversicherung abschließt, benötigt im Schnitt 10-15 Jahre, um die Null-Grenze zu erreichen. Erst ab da an wird Rendite überhaupt möglich und wird gleichzeitig aber auch wieder von der Inflation aufgefressen. Denn 2,5 Prozent Rendite zu 2,5 Prozent Geldwertverlust durch Inflation heißt: ...

    Lesen Sie in der kommenden Ausgabe mehr über Inflation und was eine Anlage mindestens auf Renditeseite bringen muss. Weiterführende Info zu dieser Ausgabe finden Sie auch auf:

Auf der Homepage der Stiftung Warentest;
Bei youtube unter der Eingabe im Suchfeld mit dem Stichwort: „Rückkaufswerte“;
Lebensversicherungen besser verkaufen, statt kündigen z. B. hier.



Veröffentlichung: 03.02.2010  -  (C19880) letzte Bearbeitung: 03.02.2010

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